Orhan Akman
Stadtrat in München
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| Protestbrief gegen die Übergriffe auf den 1. Mai in der Türkei |
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| Aktuelles - Pressemeldungen | |
| Samstag, 3. Mai 2008 | |
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Wir protestieren gegen die Übergriffe auf den 1. Mai in der Türkei Türkiye Cumhuriyeti Cumhurbaskanligi Türkiye Cumhuriyeti Basbakanligi Merkez Bina - Vekaletler Caddesi BAKANLAR- ANKARA TÜRKIYE Offener Brief an den Türkischen Staatspräsident Herrn Abdullah Gül Türkischen Premierminister, Herrn Recep Tayyip Erdogan Sehr geehrter Herr Staatspräsident, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, wieder einmal wurde der Tag der Arbeit, der 1. Mai, in der Türkei mit Polizeigewalt und massiven Übergriffen gegenüber den beteiligten Kolleginnen und Kollegen niedergeschlagen. Mit großem Entsetzen haben wir in den Medien diese Übergriffe auf die Menschen verfolgt. Deshalb erklären wir uns solidarisch mit allen Arbeiterinnen und Arbeitern, die am 1. Mai auf dem Taksim-Platz feiern wollten. Der Gouverneur von Istanbul, Muammer Güler, hat die Demonstrationen und die Festlichkeiten anlässlich des 1. Mai von türkischen Gewerkschaften, linken Parteien und Nichtregierungsorganisationen auf dem zentralen Taksim-Platz gewaltsam niederschlagen lassen. Auf dem historischen Taksim-Platz wurden im Jahre 1977 36 Arbeiterinnen und Arbeiter durch die türkische Polizei erschossen. Seitdem ist der Taksim-Platz in Istanbul für Arbeiterinnen und Arbeiter ein verbotener Versammlungsplatz. In diesem Jahr ging der türkische Staat mit den seinen Sicherheitskräften in den frühen Morgenstunden mit Wasserwerfern und Tränengas gegen einzelne Gruppen vor, die sich in den Stadtteilen Sisli und Osmanbey zum Marsch auf den Taksim gesammelt hatten. Um 06.30 Uhr stürmte die Polizei in Istanbul das Gewerkschaftshaus des türkischen Gewerkschaftsverbandes DISK (Konföderation Revolutionärer Arbeitergewerkschaften). Vor der DISK-Zentrale in Sisli rückten Polizeikräfte wiederholt gegen mehrere tausend Gewerkschafter vor. Hunderte Menschen wurden verletzt. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Verletzte selbst noch im nahegelegenen Etfal-Krankenhaus mit Tränengas angegriffen wurden. Nach unterschiedlichen Quellen gab es 500 bis 1000 Festnahmen. Ein Krankenhaus wurde von der Polizei mit Tränengas angegriffen. Laut Medienberichten waren 30.000 Polizisten und 2000 Gendarmen an diesem bürgerkriegsartigen Einsatz gegen Arbeiter beteiligt. Als unterzeichnende Gewerkschafter verurteilen wir diese willkürlichen Übergriffe auf unsere Kolleginnen und Kollegen und gegenüber unseren Schwesterorganisationen. Wir fordern Sie, Herr Staatspräsident und Herr Premierminister auf,
e.a .Stadtrat München Die Linke Gewerkschaftssekretär ver.di München Yasar Fincan e.a. Stadtrat München SPD Landesvorsitzender ver.di Bayern Migration |
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