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Statt Verschärfung des Jugendstrafrechts Ursachen von Gewalt bekämpfen! |
Auszug aus dem Pressegespräch mit Prof. Dr. Klaus Weber und Orhan Akman, Stadtratskandidaten der Partei DIE LINKE, am 9. Januar 2008. Kurz vor Weihnachten schlagen zwei männliche Jugendliche einen 76-Jährigen in einer Münchener U-Bahn-Station zu Boden und bringen ihm schwere Kopfverletzungen bei. Der bayerische Innenminister Herrmann fordert umgehend die Erhöhung der Höchststrafe für solche Straftaten und die Ausweisung des „türkischen Straftäters“. Dieser, der 20- jährige Serkan A., ist geborener Münchner. Der zweite Täter ist ein 17-jähriger Grieche. Statt eine rationale Debatte über Resozialisierung und Integration zu führen, Kocht die CDU/CSU ein ausländerfeindliches Süppchen, so Dr. Klaus Weber, Professor für Resozialisierung an der FH Pasing. Dabei ist auch der CSU bekannt, dass die Zahl der Straftaten von 1997 bis 2006 um 5% gesunken ist, und der Anteil tatverdächtiger ausländischer Jugendlicher von knapp 50% auf 30% zurück ging. Tatsache ist auch, dass Arrest und Haft für Straftäter (gerade für Jugendliche) nicht dazu führen, diese in die Gesellschaft zu reintegrieren. Im Gegenteil: die Rückfallquote bei Jugendarrest liegt bei 70%, die von Haftstrafen bei 80%. |
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Interview zu den Vorfällen bei H&M mit Orhan Akman, ver.di Bezirk München |
 Orhan Akman im Interview Herr Akman, Sie sind Gewerkschaftssekretär bei ver.di München und u.a. zuständig für die Beschäftigten im Einzelhandel. Für heute Nachmittag haben Sie zu einem Protest in der Kaufingerstraße gegen das Unternehmen H&M aufgerufen. Was ist der Hintergrund für diesen Protest? Unser Protest richtet sich gegen den schwedischen Textilhändler Hennes & Mauritz (H&M), weil dieses Unternehmen zwei Betriebsrätinnen in einer Augsburger Filiale fristlos gekündigt hat. Wofür haben sich die beiden Betriebsrätinnen eingesetzt? Was hat den Arbeitgeber geärgert? Beide Frauen sind langjährige Mitarbeiterinnen bei H&M und dort auch engagierte Betriebsrätinnen. Sie haben nichts anderes getan, als im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen ihr Mandat als Betriebsräte auszuüben. Doch seit der Gründung des Betriebsrates in dieser Augsburger Filiale macht der Arbeitgeber den beiden Frauen und damit dem Betriebsrat das Leben schwer. |
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